Mit Erleichterung haben die Thüringer Eltern die Nachricht von der Einigung im Kita-Tarifstreit aufgenommen. „Die Pädagogen in den Kitas leisten hervorragende Arbeit. Gerade mit Blick auf den bevorstehenden Fachkräftemangel im Erziehungsdienst ist das ein wichtiger Schritt zur Sicherung der Qualität in der Betreuung unserer Kinder.“ so Sandy Kirchner, die Vorsitzende der Thüringer Landeselternvertretung.
Wir rufen die Streikdelegierten der Gewerkschaften auf, dem Verhandlungsergebnis zuzustimmen. Die Eltern atmen auf, weil eine Einigung möglich geworden ist. Gleichzeitig halten die Eltern aber die Luft an und erwarten nun das die politisch Verantwortlichen sich klar darüber sind, dass diese Aufwertung nur finanzierbar ist, wenn mehr Geld für Kitas zur Verfügung gestellt wird. Denn das Ergebnis der Verhandlungen, darf nicht dazu führen, die tarifliche Aufwertung an die Eltern weiterzugeben. „Alle an der Finanzierung der frühkindlichen Bildung Beteiligten müssen an einen Tisch.
Kita ist gesellschaftlich als familienergänzende Bildungseinrichtung anerkannt. Seit heute werden die darin tätigen Personen auch dementsprechend vergütet. Nun fehlt noch der letzte Schritt: eine auskömmliche Finanzierung der frühkindlichen Pädagogik durch Bund, Länder und Kommunen, damit Kita endlich ausgestattet wird, wie Bildungseinrichtungen. 40 Prozent der Städte und Gemeinden wollen im laufenden Haushaltsjahr die Kita-Gebühren erhöhen. Das geht aus einer Umfrage der Beratungsgesellschaft EY hervor. Eltern sind nicht länger bereit diese Elternzusatzsteuer aufzubringen.
Befürchtungen, dass die circa 20 Million € Mehrkosten pro Jahr, die auf die Kommunen in Thüringen zu kommen, auf Eltern umgelegt werden, sind allgegenwärtig. „Gerade mit Blick auf die finanzielle Not der Kommunen sollte die Landesregierung noch einmal ihre Entscheidung überdenken, die Mittel für Kita nicht transparent auszuweisen. Die direkten Landeszuschüsse lediglich um 3 % der Gesamtkosten für Kitas zu erhöhen ist lächerlich.“ so Kirchner „Was Kommunen und Eltern brauchen, ist die Sicherheit, dass die frühkindliche Bildung in Thüringen vom Land aus finanziert wird. Dazu gehört es eben auch, dass die Finanzströme transparent sind.“ macht die Vorsitzende der Landeselternvertretung deutlich Wir fordern eine gebührenfreie Bildung, von der Kita bis zur Uni.
Sandy Kirchner
Vorsitzende der Landeselternvertretung für Kindertagesstätten in Thüringen