Angesichts des heute in Thüringen stattfindenden Flüchtlingsgipfels ist die Landeselternvertretung Kita besorgt um die Debatte im Themenbereich Kita. Derzeit steht die Sorge um die Erfüllung des Rechtsanspruchs auf einen Kita-Platz für Flüchtlingskinder im Vordergrund. „Die Umsetzung sollte doch selbstverständlich sein.“ sagt Sandy Kirchner, Vorsitzende der Thüringer Landeselternvertretung Kita. „Vielmehr sollte es doch darum gehen, Erzieher_Innen in Kitas in Fort- und Weiterbildungen den Erwerb von interkultureller Kompetenz einschließlich der dazugehörigen Kommunikation zu möglichen.“, so Kirchner weiter. Die Finanzierung solcher Maßnahmen ist durch das Thüringer Kindertagesstätteneinrichtungsgesetz vorgesehen und finanziert. Diese Leistung wird aber leider nur in ganz wenigen Landkreisen vollständig abgerufen. Die Integration von Flüchtlingen ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, bei der Transparenz und Klarheit gefragt ist. „So hoffen wir, dass das Verwehren der Einladungen zum Thüringer Flüchtlingsgipfel an die Landeselternvertretungen kein Fingerzeig für die zukünftige Zusammenarbeit der Landesregierung mit den Mitwirkungsgremien und auch die Bewertung der Wichtigkeit des Bildungssektors für die Integrationsarbeit ist.“ ärgert sich Tim Wagner, Elternvertreter aus Jena.

Sandy Kirchner
Vorsitzende der Landeselternvertretung für Kindertagesstätten in Thüringen