Archiv für den Monat: Juli 2013

Thüringer Sozialministerin besucht integrative Kindertagesstätte in Mühlhausen

Forstbergspatzen MühlhausenDie Thüringer Sozialministerin besuchte gemeinsam mit der Bundestagskandidatin Carmen Listemann (beide SPD) und der Thüringer Landeselternvertretung Kita das Familienzentrum am Forstberg in Mühlhausen. Auf ein wesentliches Problem machte Marika Anhalt, die das ASB-Familienzentrum am Forstberg leitet, gleich zu Beginn des Besuches aufmerksam. Um dringend nötige Integrationshelfer in einer integrativen Kindertagesstätte zur Kinderbetreuung einsetzen zu können, sind die Behördenwege viel zu lang. Fast drei bis vier Monate dauere das Genehmigungsverfahren. Während dieser Zeit befindet sich das behinderte Kind aber schon in der Einrichtung. Zu einer Änderung der von Marika Anhalt kritisierten Umstände gehört offenbar mehr als nur guter Wille. Vorgeschrieben ist nämlich die notwendige Begutachtung des betroffenen Kindes erst dann, wenn es die Einrichtung bereits besucht. Die Frist dafür zeitiger anzusetzen, müsste demzufolge im Gesetz geändert werden.

Wesentlicher Teil des Familienzentrums des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) ist die integrative Kindertagesstätte „Forstbergspatzen“. Die 142 Plätze, davon 24 Plätze für Kinder mit Behinderung, der Einrichtung sind alle belegt und vor allem auch gut nachgefragt. Allein 32 Beschäftigte arbeiten im pädagogischen Bereich.

Dabei gilt die Einrichtung an derMühlhäuser Forstbergstraße als modellhaft fürThüringen. 2010 hatte sich aus einer Kindereinrichtung ein Familienzentrum entwickelt. Das heißt, das Familienzentrum ist auch Familien- und Seniorenbegegnungsstätte. Es gibt zahlreiche Freizeitangebote und ein Familiencafè, das auch für die Öffentlichkeit im Wohngebiet und darüber hinaus geöffnet hat.

Im Mittelpunkt des Gesprächs mit der Sozialministerin stand vor allem das Thema Inklusion (erklärt: jeder Mensch wird in seiner Individualität von der Gesellschaft akzeptiert) in Kindertagesstätte und Schule. Dabei plädierte sie für eine einrichtungsübergreifende Zusammenarbeit, wie sie am Forstberg mit der integrativen Grundschule in der unmittelbaren Nachbarschaft bereits praktiziert wird.

Forderungskatalog thüringer Kitalandschaft

Vom Erfurter Strategiepapier zum Thüringer Forderungskatalog

Forderungskatalog thüringer KitalandschaftAm Montag Abend fand in Mühlhausen ein Treffen zwischen der Landeselternvertretung, dem STEB Erfurt und der Elterninitiative „Gegen Kitagebühren“ statt. Ziel des Treffens war die Erarbeitung eines ersten Entwurfes eines Thüringer Forderungskataloges auf der Basis des Erfurter Strategiepapieres. Viele Punkte wurden besprochen, verschiedene Standpunkte ausgetauscht. Nach einer intensiven Arbeit und Diskussion hatten wir nach etwa 5 Stunden eine erste Grundlage geschaffen, die wir nun Schritt für Schritt weiter entwickeln wollen.

Die Einbindung weiterer Elternvertreter wurde auch besprochen und schon in die Wege geleitet, so dass wir einen ersten Entwurf Ende August auf unserer Kreiselternsprechersitzung in Erfurt (nähere Infos dazu gibt es in den nächsten Tagen hier zu lesen) mit den Kreiselternsprechern diskutieren können.

Ziel unserer Bemühung müssen konstruktive und stichhaltige Argumente sein, die eine Verbesserung der frühkindlichen Bildungslandschaft für unsere Kinder, für die ErzieherInnen und für uns Eltern mit sich bringt.

Bundeselterntreffen Kindertagesstätten in Berlin

Erstes Bundeselterntreffen in Berlin

Bundeselterntreffen Kindertagesstätten in BerlinAm vergangenen Samstag fand in Berlin das erste Treffen von Landeselternvertretungen und Landeselternverbänden der Bundesländer statt. Das Treffen wurde vom LEAK Berlin organisiert. Grund des Treffens war die Überlegung, die Elternschaft auf Bundesebene zu organisieren und über bundesweite Mindeststandards zu sprechen, aber auch der nahende Rechtsanspruch war ein wichtiger Punkt, den wir besprechen wollten.

Nach einer ersten Vorstellungsrunde hatten wir die Möglichkeit, in einem Blitzlicht die Thüringer Elternvertretung vorzustellen, unsere momentanen Probleme und unsere Arbeit darzustellen. Fazit für uns Thüringer Elternvertretung war, dass wir mit unserem KitaGesetz eines der besten Kitagesetze bundesweit haben, dass es aber natürlich auch Schwachstellen gibt, die es noch zu beackern gilt. Hier müssen wir ganz klar den Betreuungsschlüssel für Kinder über 3 Jahre nennen, der im bundesweiten Vergleich weit hinten anzusiedeln ist.

Wir haben im Laufe des 6stündigen Treffens eine MindMap erstellt, die als Grundlage für unsere weitere Arbeit dienen soll. Hier sammelten wir Stichworte als Grundlage für bundesweite Mindestanforderungen an frühkindliche Bildung in den Kitas, welche wir bei den nächsten Treffen zusammenfassen und am Ende in Berlin dem Familienministerium übergeben wollen.

Einzelne Punkte aus dem Erfurter Strategiepapier haben wir natürlich auch mit einfließen lassen, wir haben aber auch einige Ideen mitgebracht, die wir für Thüringen als wichtig empfinden, das Verbandsklagerecht sei hier zum Beispiel genannt.

Das Fazit des Treffens war überwiegend positiv, wir werden weiter auf dieser Ebene mit den anderen Bundesländern im Gespräch bleiben, für bessere Bedingungen in unseren Kitas.

Jörg Esser und Sandy Kirchner

Strategiepapier soll nun thüringenweit mit Eltern besprochen werden

Treffen der LEV-Kita mit dem STEB JenaAm Dienstag den 23. Juli 2013 waren wir als Landeselternvertretung unterwegs mit Henrik Wenzel und Matthias Schulz, den Initiatoren der Online-Petition „Gegen überzogene Kita-Gebühren in Erfurt“ zum StEB in Jena, um die dortige Situation zu erfragen.

Die Situation in Jena ist ähnlich der in Erfurt. Die Stadt spielt nicht mit offenen Karten und Elternbeteiligung erfolgt nur auf eindringliches einfordern durch die vor Ort aktiven Elternvertreter. Fakt ist aber auch, dass die Stadt Jena anscheinend nicht der dringende finanzielle Bedarf anlässlich leerer Kassen zur geplanten Erhöhung der Elterngebühren drängt, sondern wohl eher das mittelfristige Ziel „Schuldenfreie Stadt Jena“ der ausschlagebende Punkt sei.

Das Ergebnis der gut zweistündigen Besprechung mit dem StEB Jena ist, dass das übergebene Strategiepapier gesichtet und kommentiert wird und das gesammelte Feedback mit der Landeselternvertretung, dem StEB Erfurt und den Initiatoren der Online-Petition eingearbeitet.

 

 

 

 

Übergabe Strategiepapier an Prof. Dr. Roland Merten TMBWK

Übergabe des Strategiepapiers an Staatssekretär Prof. MertenAm 22. Juli fand im Cafe Freiraum des SPD Kreisverbandes Mühlhausen, die Übergabe des Strategiepapiers an den Staatssekretär Prof. Dr. Roland Merten (TMBWK) durch den Initiator der Online-Petition „Gegen überzogene Kita-Gebühren in Erfurt“ statt. Erarbeitet und unterstützt wurde des Papier durch die Elterninitiative „Gegen überzogene Kita-gebühren in Erfurt“ den Stadtelternbeirat in Erfurt und die Thüringer Landeselternvertretung Kindertagesstätten. Inhaltlich werden verschiedene Forderungen zur Thematik der Frühkindlichen Bildung in Thüringen, wie die Gebührenfreiheit des Kita-Besuchs und die Bezahlung aller Erzieher*Innen nach Tarifvertrag gestellt. Prof. Merten nahm das Strategiepapier von Henrik Wenzel gern entgegen und verwies darauf, dass das bürgerschaftliche Engagement der Eltern im Rahmen des Volksbegehrens „Für eine bessere Familienpolitik“ das jetzige Thüringer Kindertageseinrichtungsgesetz erst angestoßen hat. Zur Kostenfreiheit des Kita-Besuchs stellte er heraus, dass eine Unterstützung bei der Finanzierung seitens des Bundes unbedingt wünschenswert und vor allem erforderlich sei.

Bertelsmann-Stiftung stellt „Länderreport Frühkindliche Bildungssysteme“ vor

Die Bertelsmann-Stiftung stellte heute den Länderreport Frühkindliche Bildung vor. Der Report kommt zu dem Ergebnis, dass die Beutreuungsschlüssel in den Bundesländern in der Regel noch zu ungünstig ist. Thüringen nimmt zwar in Ostdeutschland fast überall die Spitzenposition ein, trotzdem wird angesprochen, dass Thüringen noch weit vom empfohlenen Betreuungsschlüssel entfernt ist.

Bei der Ganztagsbetreuung der Kindergartenkinder liegt Thüringen auf Platz 1 in Deutschland. Als besonders positiv wird das Qualifikationsniveau des KitaPersonals angesprochen.

Der Bericht mit allen Grafiken ist unter folgendem Link zu finden: Länderreport Frühkindliche Bildungssysteme

Die Auswertung für Thüringen ist hier zu finden: Thüringen im Länderreport