Pressemitteilung der Landeselternvertretung zur Sprecherwahl am 17.01.2018

In Anwesenheit des Bildungsministers hat die Landeselternvertretung Kita am 17.01.2018 in Erfurt die bisherige Landeselternsprecherin Ulrike Grosse-Röthig aus Weimar wiedergewählt. Als Stellvertreterin steht Frau Nathalie Hoch, aus dem Kreis Saalfeld/Rudolstadt der Landeselternsprecherin für die zweijährige Amtsperiode zur Seite.

“An Zukunftsthemen mangelt es nicht, die frühkindliche Bildung ist noch lange nicht ausgedacht”, so die Landeselternsprecherin. Neben dem dringend notwendigen Einstieg des Bundes in eine strukturelle und dauerhafte Mitfinanzierung von Kita forderte sie die Beteiligten am System Kita auf, die konstruktiven Diskussionen um frühkindliche Bildung nicht mit der Beschlussfassung des KitaG enden zu lassen, sondern weiterhin miteinander im Gespräch zu bleiben.

Auch im Landesjugendhilfeausschuss wird die Landeselternvertretung weiterhin aktiv mitarbeiten. Hierfür wurden Michael Richter aus Gera und Daniela Just aus Erfurt von den Elternvertretern aus ganz Thüringen gewählt.

Pressemitteilung der Landeselternvertretung zur Plenarsitzung am 14.12.2017

Download als PDF: PM 14-12-2017

“Worten Taten folgen lassen”

“Wir haben große Erwartungen an die Abgeordneten des Hohen Hauses und hoffen auf ein klares Ja zur Familienfreundlichkeit Thüringens – so lässt sich die Haltung der Eltern von 90.000 Kita-Kindern am besten beschreiben“ sagt Ulrike Grosse-Röthig, Vorsitzende der Landeselternvertretung für Kindertagesstätten in Thüringen.
„Es ist lange und viel diskutiert worden, jetzt müssen Taten folgen. Das neue Kita-Gesetz soll endlich über die Ziellinie gehen, es ist höchste Zeit. Die Landtagsabgeordneten können heute unabhängig von ihrer Parteizugehörigkeit für Familienfreundlichkeit stimmen. Und das sollten sie auch tun.“

Gemeinsam mit vielen Partnerinnen und Partnern hat die Elternvertretung jahrelang immer wieder auf Verbesserungen des Kita-Gesetzes gedrängt. Wir haben für Beitragsfreiheit und für bessere Betreuungsqualität gestritten. Bei beiden Anliegen kann es nun einen deutlichen Schritt vorwärts gehen.

Neben dem beitragsfreien Kita-Jahr geht es um die Verbesserung des Betreuungsschlüssels der Drei- bis Vierjähringen, um die Stärkung der Kita-Leitungen und um den Ausbau der Mitwirkungsrechte von Eltern.

„Die heutige Abstimmung im Landtag darf kein Schlusspunkt sein. Die Debatte um Kita-Qualität und Beitragsfreiheit muss weitergeführt werden. Vor allem erwarten wir jetzt von den Parteien auf Bundesebene, dass sie mit der Regierungsbildung vorankommen und die versprochenen Milliarden für die Kita-Entwicklung freigeben. Wenn es soweit ist und dieses Geld dann in Thüringen ankommt, muss es zu 100 Prozent in den Kita-Bereich investiert werden. Diese Entwicklung werden wir in den nächsten Monaten sehr genau begleiten“ so Grosse-Röthig abschließend.

Aktionstag für einen besseren Betreuungsschlüssel in Thüringer Kitas

IMG-20170915-WA0000Liebe Kreiselternsprecher,

im Rahmen der Aktionen rund um die Neufassung des KitaG haben sich die Träger der Kindertagesstätten in den Städten Jena und Weimar zu einem weiteren öffentlichkeitswirksamen Aktionstag entschlossen.

Leider wurden offenbar die betroffenen Eltern, anders als bei den letzten Aktionen, in der Planung außen vor gelassen und häufig von der Teilnahme ihrer Einrichtung überrascht bzw. vor vollendete Tatsachen gestellt.

Bedarfsbetreuungen wurden häufig nicht angeboten.

Inhalt der geplanten Aktion ist die Veränderung der Refinanzierung der Betreuungsstunden. Trotz eines gesetzlich verankerten Betreuungsanspruches von 10h täglich, soll auf Grundlage einer gemischten Kalkulation nur eine Refinanzierung von 9h täglich erfolgen.

Auswirkungen auf den Betreuungsschlüssel hat die geplante Änderung nicht.

Die Positionen der Landeselternvertretung zur geplanten Neufassung des KitaG ist klar. Neben der Einführung des beitragsfreien Kita-Jahres muss es eine Verbesserung im Betreuungsschlüssel geben. Zu Fragen der Finanzierung gegenüber den Trägern von Kitas haben wir kein Mandat und werden uns dazu auch nicht weiter äußern, grundsätzlich ist es jedoch sicherlich so, dass eine einseitige Verkürzung der Öffnungszeiten Elterninteressen widerspricht.

Selbstverständlich bleibt es den Eltern jeder Einrichtung überlassen, die Aktionen zu unterstützen und in Absprache mit Einrichtung und Träger die Öffnungszeiten zu verkürzen um auf die Finanzierungslücke hinzuweisen. Sollten Eltern diese nicht mittragen wollen weisen wir darauf hin, dass die Verkürzung von Öffnungszeiten zustimmungspflichtig durch die Eltern ist.

Bei Rückfragen stehe ich Ihnen gern zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Ulrike Grosse-Röthig

Vorsitzende TLEV-Kita

Fachtagung 2017

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Zur diesjährigen Fachtagung der Landeselternvertretung Kita am 09.09.2017 laden wir sehr herzlich ein.

Neben verschiedenen Workshops über Fachthemen am Vormittag wollen wir auch in diesem Jahr mit der Politik ins Gespräch kommen. Hierzu wird es ab 13.30 Uhr eine Diskussion geben.

Für das Podium haben bereits zugesagt Martina Renner (DIE LINKE), Carsten Schneider (SPD), Antje Tillmann (CDU), Stephanie Erben (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN), Thomas L. Kemmerich (FDP).

Angefragt ist außerdem eine Vertretung des TMBJS.

 

Moderation: Torsten Büker

Datum: Sonnabend 9. September 2017 ab 10.00 Uhr

Ort: Radisson BLU Hotel Erfurt, Juri-Gagarin-Ring 127

 

Am Vormittag bieten wir die folgenden Workshops an:

I.
„KitaG-Novelle – ein Überblick“
Die KitaG-Novelle in der Übersicht nach dem derzeitigen Arbeitsstand, Fragen und Antworten
zu den Neuerungen.
Die Neuregelung des KitaG enthält mehr als nur die Einführung des beitragsfreien Kita-Jahres.
Elternmitwirkungsrechte, Beitragsstrukturen und vieles mehr haben eine Neufassung erfahren.
Wir wollen einen Überblick schaffen.
Leitung: Ulrike Grosse-Röthig (Landeselternsprecherin TLEVKi), Dr. Kerstin
Dellemann (Referatsleiterin TMBJS)
II.
„Immer mehr Extrawürste! Aber gerne doch!“
Wie Kitas den Alltag mit Nahrungsmittelunverträglichkeiten stemmen können und warum
dies so wichtig ist.
Laktoseintoleranz, Fruktoseunverträglichkeit, Zöliakie, diverse Nahrungsmittelallergien wie
Hühnerei, Kuhmilch, Weizen oder (Erd-)Nuss – all das und noch viel mehr begegnet uns in
Kitas immer häufiger. Und auch kulturbedingte Besonderheiten machen eine einheitliche
Verpflegung in Betreuungsgruppen unmöglich.
In Zusammenarbeit mit Ernährungsexperten machen wir zum Thema, warum dies weder Mode
noch Einstellung, sondern fast immer wichtig ist und wie Kita-Alltag damit gelingen kann.
Leitung: Nathalie Hoch (TLEVKi), Symbioun e.V.
III.
„Bitte recht freundlich! – das Recht am Bild vom Kind“
Über den Umgang mit Fotoerlaubnis und Persönlichkeitsrechten im Kita-Alltag.
Die Unsicherheiten im Umgang mit Fotoerlaubnis und Veröffentlichung von Bildern stellen
Einrichtungen immer wieder vor scheinbar unlösbare Probleme.
Mit Experten können wir die Problemfelder aufzeigen und Lösungen diskutieren.
Leitung: Tim Wagner (stellv. Landeselternsprecher TLEVKi); N.N.

 

Tagungsablauf:

10.00 – 10.30 Uhr            Begrüßung

10.30 – 12.30 Uhr            Workshops

12.30 – 13.30 Uhr            Imbiss

13.30 – 15.30 Uhr            Podiumsdiskussion

15.30 Uhr                          Verabschiedung

 

Die Fachtagung inkl. eines kleinen Mittagsbuffets ist kostenfrei. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme.

TLEVK Pressemitteilung zur Novelle des KitaG

Chance genutzt, Chance verpasst

„Überwiegend die Wahrung des Vorhandenen“ so beurteilt die Thüringer Landeselternvertretung für Kindertagesstätten die lang angekündigte Novelle des Thüringer KitaG.

Neben dem positiven Zeichen des Einstiegs in kostenfreie Bildung durch die Einführung des beitragsfreien Betreuungsjahres ist die mangelnde Bereitschaft der Landesregierung in dringend notwendige Investitionen im Bereich der Verbesserung des Betreuungsschlüssels ausgesprochen kritisch zu sehen. Freude und Enttäuschung liegen hier nah beieinander.

Thüringen versäumt es, ein wirklich zukunftsfähiges Gesetz vorzulegen und die Betreuungsqualität auf einen Standard zu bringen, der auch in den nächsten Jahren frühkindliche Bildung in hoher Qualität gewährleistet.

„Obschon die Mittel für eine Investition in Qualitätsverbesserung unbestreitbar vorhanden und dringend notwendig sind, fehlt hierfür offenbar der politische Wille zum Handeln“ sagt Ulrike Grosse-Röthig, die Landeselternsprecherin Kita. „Spätestens seit der gestrigen Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen müsste auch der Thüringer Landesregierung klar sein, dass das Kaputtsparen und die mangelnde Investitionsbereitschaft im Bildungsbereich vom Wähler nicht honoriert werden.“

Die Einführung des beitragsfreien Betreuungsjahres wird vielen Familien in Thüringen dringend notwendige finanzielle Entlastung bringen aber hierauf darf sich die Landesregierung jetzt nicht ausruhen. Die allgemeine Beitragsfreiheit und eine deutliche Verbesserung im Betreuungsschlüssel müssen kurz- und mittelfristig Ziele bleiben, wenn der Bildungsplan noch seine Gültigkeit behalten soll. Eine Umsetzung des Bildungsplans für die 1-3 und 3-6 Jährigen ist unter den gegebenen Umständen und dem bestehenden Fachkräftemangel kaum möglich. Gerade bei den 3-4 Jährigen, bei denen der Betreuungsaufwand noch relativ hoch ist, führt die derzeit gültige und nunmehr bestätigte Fachkraft-Kind-Relation zu sehr unbefriedigenden Zuständen in den Einrichtungen. Ambitionierte Erzieherinnen und Erzieher können ihre Arbeit nicht in voller Qualität ausüben, was wiederum zu Frust und Abwanderung führt.

„Wir verlieren wertvolle Zeit auf dem Weg zu guter und sehr guter Bildung auch wenn durch die Einführung des beitragsfreien Betreuungsjahres die frühkindliche Bildung endlich als solche erkannt wird und hoffen auf Nachbesserungen.“ so Grosse-Röthig „ Denn nur eines ist teurer als Bildung, keine Bildung.“

15.05.2017

 

Ulrike Grosse-Röthig

Vorsitzende TLEV-Kita

2. Fachtagung 2016 – Novelle ThürKitaG – Chancen und Risiken für unsere Kinder?

Am 28. November 2016 im Erfurter Kaisersaal

Die Novllierung des Thüringer Kindertageseinrichtungsgesetzes ist in vollem Gange. Für die Landeselternvertretung steht die Frage im Raum, wie sich die Thüringische Landesregierung positionieren wird.

Finden in die Novelle keine Verbesserungen der Qualitätsaspekte eingang, bedeutet das für Thüringen einen Stillstand in der Frühkindlichen Bildung. Thürigen würde im Vergleich der Qualität in den Bundesländern noch weiter abrutschen. Auf der anderen Seite sind weiterhin viele Fragen bezüglich des Gebührenfreien Kita-Jahres unbeantwortet. Wie erfolgt die Erstattung? Wie wird mit Kostenanstiegen umgegangen?

Wir freuen uns, dass Ministerin Dr. Birgit Klaubert ihre Teilnahme bereits zugesagt hat. Als Experten konnten wir Prof. Dr. Roland Merten (Universität Jena) gewinnen.

Moderation: Elmar Otto (Landeskorrespondent Thüringen, Thüringische Landeszeitung – TLZ)

Weitere Gäste:
Matthias Hey (angefragt)
Dirk Adams (angefragt)
Torsten Wolf (angefragt)
Mike Mohring (angefragt)
Thomas L. Kemmerich

Nach der Diskussion laden wir herzlich zu einem Stehempfang mit Getränken und Buffet. Aufgrund der begrenzten Teilnahmerzahl bitten wir um eine Anmeldung über den Anmede-Button auf direkt oben links auf unserer Webseite.

„Alles oder nichts“ bringt Kita-Eltern und Kita-Kinder nicht weiter

Die Forderung „Gebührenfreiheit UND Verbesserung der Qualität“ ist seit Anfang an eine der Hauptforderung der Kita-Elternvertretung in Thüringen. Dafür streiten wir auch weiterhin intensiv in vielen Gesprächen mit den Verantwortlichen der Parteien. Insofern freuen wir uns über die Unterstützung der Grünen im Thüringer Landtag. Das eine aber gegen das andere auszuspielen und quasi nach dem Motto „Alles oder nichts“ das gerade erreichte erste Ziel erneut in Frage zu stellen, ist unserer Auffassung nach nicht zielführend.

Das eine tun, ohne das andere zu vergessen sollte die Devise aller Akteure der Koalition sein. Wir sind gern über jede Unterstützung für unsere weiteres Engagement für mehr Qualität in unseren Kitas dankbar, die Novellierung des Kitagesetzes bietet dafür viel Spielraum. Die Eltern und die Menschen im Land haben kein Verständnis mehr für das endlose lamentieren. Es sollte endlich mit einem ersten Schritt begonnen werden.

Fachtagung „Auf dem Weg zur Bildungseinrichtung – Was bringt die Novellierung des Thüringer Kita-Gesetzes?“

Liebe Eltern,
liebe Erzieherinnen und Erzieher,
liebe Kitaleiterinnen und Kitaleiter,

auf diesem Wege möchten wir Sie zu unserer diesjährigen Fachtagung einladen. Die Novellierung des Thüringer Kitagesetzes steht an und wir als Beteiligte möchten dabei natürlich mitreden.

Diskutieren Sie mit uns und den Vertretern der Politik

Für das Podium sind die Bildungsministerin Dr. Birgit Klaubert und die Fraktionsvorsitzenden Susanne Hennig-Wellsow (DIE LINKE), Dirk Adams (B90/Grüne), Matthias Hey (SPD) und Mike Mohring (CDU) angefragt. Weiterhin wurden Vertreter der Kommunen und der Landesvorsitzende der FDP (Thomas L. Kemmerich) eingeladen.

Moderation: Marc Neblung

Datum: Samstag, 10. September 2016 ab 10.00 Uhr
Ort: Radisson BLU Hotel Erfurt, Juri-Gargarin-Ring 127

Wir bieten folgende Workshops für Sie an:

1. Gebührenfreies Jahr – Quo vadis? 
Kaum ein Monat vergeht, ohne dass das gebührenfreie Jahr in Frage gestellt wird. Warum fordern Thüringer Eltern die Gebührenfreiheit der Kitas? In welchen Schritten kann das realisiert werden?

2. Neue Wege einer Kitafinanzierung
Warum ist Kitafinanzierung in Thüringen so kompliziert? Warum
müssen Eltern überhaupt eine „Extrasteuer“ in Form von Kitagebühren für die Bildung ihrer Kinder zahlen?

3. Chancen für Thüringer – Eltern – Kind – Zentren (ThEKiZ) 
Welche Chancen ergeben sich aus der Weiterentwicklung der Thüringer Eltern-Kind-Zentren für die Kitalandschaft in Thüringen? Welche Chance bieten die ThEKIZ für eine moderne Familienarbeit in Thüringen?

4. Praxisbeispiel: Elterninitiativen als Träger für Kitas
Eine Elterninitiative als Träger einer Kita? Wie kann das funktionieren? Welche Stolpersteine gilt es zu umschiffen?

5. Kitaessen (Symbioun)
Immer wieder heiß diskutiert: Wie kann eine gesunde Ernährung aussehen? Wollen sog. Experten unseren Kindern nur die leckeren Sachen verbieten?

Ablauf:
10:00 Uhr Anreise
10:15 Uhr Get together
10:45 Uhr Begrüßung/Grußworte
11:00 Uhr Podiumsdiskussion
12:30 Uhr Mittagessen
13:30 Uhr Workshops
15:00 Uhr Zusammenfassung, danach Abreise

Die Fachtagung inkl. einem Mittagsbuffet ist kostenfrei.  Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme. Gemeinsam haben wir eine starke Stimme für unsere Kinder.

Fehler beim Versand der Einladungen zur Fachtagung

Leider ist uns beim Versand der Einladungen zu unserer Fachtagung am 10. September ein Fehler unterlaufen. Unter der letzten Workshop-Beschreibung ist jeweils das Adressfeld mit der Anschrift der jeweiligen Kita angedruckt worden. Dies ist natürlich ein Fehler. In den nächsten Tagen geht Ihnen eine korrekte Einladung zu.

Hier zur Sicherheit noch einmal die Workshops:

1. Gebührenfreies Jahr – Quo vadis?
Kaum ein Monat vergeht, ohne dass das gebührenfreie Jahr in Frage gestellt wird. Warum fordern Thüringer Eltern die Gebührenfreiheit der Kitas? In welchen Schritten kann das realisiert werden?

2. Neue Wege einer Kitafinanzierung
Warum ist Kitafinanzierung in Thüringen so kompliziert? Warum müssen Eltern überhaupt eine „Extrasteuer“ in Form von Kitagebühren für die Bildung ihrer Kinder zahlen?

3. Chancen für Thüringer – Eltern – Kind – Zentren (ThEKiZ)
Welche Chancen ergeben sich aus der Weiterentwicklung der Thüringer Eltern-Kind-Zentren für die Kitalandschaft in Thüringen? Welche Chance bieten die ThEKIZ für eine moderne Familienarbeit in Thüringen?

4. Praxisbeispiel: Elterninitiativen als Träger für Kitas
Eine Elterninitiative als Träger einer Kita? Wie kann das funktionieren? Welche Stolpersteine gilt es zu umschiffen?

5. Kitaessen (Symbioun)
Immer wieder heiß diskutiert: Wie kann eine gesunde Ernährung aussehen? Wollen sog. Experten unseren Kindern nur die leckeren Sachen verbieten?

 

Zur besseren Planung der Workshops ist eine Anmeldung für uns sehr hilfreich, Sie können sich über folgenden Link direkt bei uns für die Fachtagung anmelden:

Anmeldung Fachtagung

 

 

Gebührenfreiheit in der frühkindlichen Bildung – unsere Gründe dafür

Da es immer wieder zu Missverständnissen um die Forderungen nach besserer Qualität in der Betreuung unserer Kleinsten und der Forderung nach Gebührenfreiheit kommt, haben wir den Versuch gestartet, das Thema kurz zusammen zu fassen:

Verbesserung der Qualität

Der Bund unterstützt die Länder finanziell bei der Verbesserung der Qualität. Leider besteht in Deutschland das Kooperationsverbot in Bildungsfragen, weshalb der Bund nicht direkt investieren darf. Deshalb kommen die Gelder über sog. Umsatzsteuerpunkte bei den Ländern an. Theoretisch sind die Länder frei im Einsatz der Gelder aus den Umsatzsteuerpunkten. Leider nutzt Thüringen diese Freiheit um die Gelder im allgemeinen Haushalt einzusetzen.

Folgende Eckpfeiler sind hier zu nennen:

Damit stehen für die Verbesserung der Qualität in Thüringer Kitas etwa 53 mio Euro jährlich zur Verfügung.
Die Position der Thüringer Landeselternvertretung zu dem Thema (setzt die Mittel endlich dafür ein, wofür sie gedacht sind) haben wir das letzte mal als Reaktion auf die Bertelsmann Studie am 29.06.2016 in MDR, TLZ, OTZ, TA, STZ deutlich gemacht. Zuvor gab es bereits unzählige Gespräche mit MdLs zum Thema.

Gebührenfreiheit – warum?

  1. Kita ist seit 2009 auch in Thüringen als Bildungseinrichtung anerkannt. Der Zugang zu Bildung hat für alle Menschen kostenfrei zur Verfügung zu stehen.
  2. Kita ist heute eine Notwendigkeit bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Kitagebühren sind damit nichts anderes als eine zusätzliche „Elternsteuer“.
  3. Wenn wir allen Kindern eine Chance auf Nutzung einer Kita geben wollen, darf es keine „Fernhalteprämie“ und auch keine „Fernhaltegebühr“ geben. Nur wenn möglichst viele Kinder frühzeitig die Kita nutzen ist der gesellschaftliche Wert von Kita – Durchmischung aller sozialer und kultureller Gruppen mit frühzeitigen Aufbau möglichst hoher Akzeptanz untereinander – machbar.
  4. Die Gebührenfreiheit ist das Einzige, was die Landespolitik den Eltern glaubhaft zugesagt hat. Trotzdem gibt es hierüber immer wieder Diskussionen. Wenn wir auch davon abrücken, kann es sein, dass wir am Ende mit leeren Händen dastehen. Wie oben beschrieben stehen auch mehr als genug Gelder für die Qualität zur Verfügung. Alle die nach den Mitteln aus dem Landeserziehungsgeld greifen wollen um die Qualität zu verbessern, vergessen das zu erwähnen. Diejenigen Landespolitiker, die jetzt statt der Gebührenfreiheit die Qualität verbessern wollen, wollen in Wirklichkeit die 53 mio Euro für die Qualität nutzen, um andere Dinge zu finanzieren und statt dessen „nur“ 20 mio Euro für Qualität ausgeben.

 

Beschlüsse der Landeselternvertretung

Seit 2010 setzt sich die Thüringer Landeselternvertretung für die Gebührenfreiheit aus o.g. Gründen ein. Dieser Beschluss wurde somit seit ca. 2 Generationen Elternvertretern zwar regelmäßig hinterfragt, aber nie geändert.
Zuletzt wurde der Beschluss im Mai 2016 in der TLEVK erörtert und nach intensiver Debatte einstimmig bestätigt.

Umsetzung

Nach langem Ringen, wurde 2015 das Landeserziehungsgeld abgeschafft. Die Mittel daraus (ca 20mio Euro) sollen für den Einstieg in die Gebührenfreiheit eingesetzt werden.

Wir fordern endlich eine Entscheidung.

 

Sandy Kirchner, Tim Wagner
für die Landeselternvertretung der Kindertagesstätten in Thüringen